Reservierung eines Termins für Vereine, Hegeringe und Kreisjägerschaften

Ab dem 15. November können Vereine, Hegeringe und Kreisjägerschaften wieder je einen Termin für die Monate März, April oder Mai 2019 im Arbeitsgatter für 6 HF/Hunde beantragen, der dann entsprechend reserviert wird und von den autorisierten Hundeführern mit dem zugewiesenen Passwort voraussichtlich ab dem 15. Dezember gebucht werden kann. Das Kontingent ist auf 13 Termine (ein Viertel aller Termine) begrenzt.

 

Allgemeines

Wir können bei den inzwischen etwa 900 (100 ÜE 2017, 800 ÜE 2018) erfolgreich durchgeführten Übungseinheiten sicher erkennen, dass die vier im Oktober 2016 gefrischten Sauen (1 Keiler, 3 Bachen) angemessenes Wehrverhalten zeigen und nicht den Eindruck erwecken, sie seien beim Hundekontakt unverhältnismäßigem Stress ausgesetzt. Zu den sie betreuenden Gattermeistern haben sie großes Vertrauen aufbauen können.

Unser aller „Kapital“ sind die Sauen, mit denen wir weiterhin angemessen unter strenger Beachtung des Tierschutzaspektes eine entsprechende Verhaltensanpassung unserer Jagdhunde sicherstellen, da sie von Anfang an erfahren und gelernt haben, dass sie dem Hund weit überlegen sind. Bei direktem Kontakt zwischen Sauen und Hund werden wir auch zukünftig die Übungseinheit sofort abbrechen müssen, um weiterhin eine effektive Arbeit unserer Hunde unter besonderer Berücksichtigung der Waidgerechtigkeit sicherzustellen und zu gewährleisten. Das Mindestalter für die Hunde im Arbeitsgatter beträgt in der Regel 12 Monate, am Prägungskorridor 3 Monate.

Nach den Leitlinien der „Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter“ dürfen aus Gründen des Tierschutzes maximal 6 Hunde nacheinander an einer Sauengruppe am Tag arbeiten, wobei der Kontakt zwischen Hund und Sauen auf je      5 Minuten limitiert ist. Ausnahmsweise dürfen nach 2 Stunden Pause noch einmal 6 weitere Hunde an diesen Sauen arbeiten. Diese Ausnahme werden wir in Zukunft allerdings nur in Einzelfällen zulassen. Voraussichtlich haben wir zukünftig durch die Altersstruktur unseres Schwarzwildes 2 Sauengruppen, so dass wir der Nachfrage nach Terminen zusätzlich entsprechen können, wenn weiteres Gatterpersonal zu Verfügung steht. Die Leitlinien schreiben nämlich auch eine Begrenzung des Übungsbetriebes an maximal 4 Tagen in der Woche vor, die wir aufgrund des Alters der Sauen und deren gewonnenen Erfahrungen erst seit Juni 2018 anbieten.

Der Übungsbetrieb wird jeweils von Anfang Dezember bis Ende Februar eingestellt, da auch die Leitlinien der „Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter“ eine längere Ruhepause für das Schwarzwild im Winter vorschreiben.

Die Übungstermine für die Monate März, April und Mai  2019 können durch die Hundeführer voraussichtlich dem  15. Dezember 2018 gebucht werden. Für Vereine, Hegeringe oder Kreisjägerschaften gibt es auch in Zukunft – wie vorerwähnt – eine Sonderregelung (s. auch Termine-Buchungserklärung).

Unter „Termine-Buchungserklärung“ können Sie das Datum der einzelnen Veröffentlichungen der Termine sowie ab wann Vereine, Hegeringe und Kreisjägerschaften Termine reservieren lassen können, entnehmen.

 

Ergänzung der Richtlinien zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden

Unsere Empfehlungen hinsichtlich der Ergänzung der Richtlinien zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jaghunden hat der Landesjagdverband aufgegriffen und  erarbeitet derzeit einen Entwurf zur Aufnahme in die entsprechende Prüfungsordnung.

 

Aufgrund teilweise weit überhöhter und darüber hinaus partiell sogar explodierender Schwarzwildbestände ist es von eminenter Bedeutung und unter besonderer Berücksichtigung der Forderung des Gesetzgebers (§ 30 LJG NW) erforderlich, Jagdhunde auszubilden und zu verwenden, die geeignet und in der Lage sind, einer effektiven Schwarzwildjagd und damit einer erforderlichen Reduzierung der Population zum Erfolg zu verhelfen.

Die Schwarzwildgatter sind gem. den Leitlinien für die Ausbildung von Jagdgebrauchshunden zur Saujagd in eigens dafür betriebenen Schwarzwildgattern geradezu geeignet, die Brauchbarkeit eines Jagdgebrauchshundes zur Schwarzwildjagd festzustellen. Aufgrund der Besonderheit eines Gatters können die eingesetzten Verbandsrichter das gewünschte Verhalten der Hunde exakt bewerten und ängstliche oder mit Selbstgefährdung arbeitende Hunde ausschließen.

Hinsichtlich des Tierschutzes wird auf diese Leitlinien verwiesen, in denen zusammenfassend auf die Untersuchungen der TiHo Hannover u.a. ausgeführt wird, dass die Ausbildung unserer Hunde im Gatter an Schwarzwild unter Wahrung der Rahmenbestimmungen/Leitlinien keine tierschutzrechtliche Relevanz besitzt und auch aus ethischen Gesichtspunkten unbedenklich ist. Zu der Thematik gibt es eine entsprechende Dissertation.

 

Folgende Leistungsanforderungen sollte der Hund erfüllen:

  • Der im Gatter geschnallte Hund soll innerhalb von 5 Minuten Stöberarbeit die Sauen finden.
  • Er soll mindestens 3 Minuten ohne Führerunterstützung an den Sauen arbeiten, sie bedrängen und möglichst auch in Bewegung bringen.
  • Verlässt der Hund unter 3 Minuten das Schwarzwild, sucht seinen Führer auf und lässt sich aber wieder schicken, wird dieses Verhalten nicht als Fehler gewertet.
  • Die Arbeit an den Sauen wird nach 5 Minuten abgebrochen und beendet.
  • Die Arbeit des Hundes wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
  • Ängstliche oder mit Selbstgefährdung arbeitende Hunde können die Prüfung nicht bestehen. Die Prüfung wird abgebrochen.